Übersicht AR-PonyClub

Idee

Die Idee, meine Übungen zusammenzufassen und auch zugänglich zu machen, besteht bereits länger, aber wie so oft scheiterte es an der Zeit. Aber jetzt ist es endlich so weit. Der Grundstein wurde gelegt und auch technisch ist alles soweit entwickelt, um eine gute Qualität zu liefern. Die technische Umsetzung liegt in der Hand von AR-ITcon, sie bieten diese Plattform natürlich auch für andere an.  

Ich hab immer wieder beobachtet, wie Kunden meine Übungen bei Kursen mit geschrieben haben. Das fand ich immer sehr wertschätzend, aber natürlich ist so eine Mitschrift nie dasselbe wie ein ordentliches Skript. Den Weg zum Skript gab es natürlich, speziell das ganze Jungpferde-Thema war schon sehr gut niedergeschrieben. Schwierig war aber die Verbreitung und ich möchte selbstverständlich auch nicht, dass es wahllos weitergegeben wird.

Was soll der Ponyclub sein und was kann er nicht sein?

Gleich vorweg. Der Ponyclub kann keine Reitstunden ersetzen. Das Konzept ist gut und die Übungen sind jahrelang erprobt, aber es kann nicht den Blick eines erfahrenen Reitlehrers ersetzen. Jedes Pferd und jeder Reiter ist anders. Auf diese individuellen Gegebenheiten muss eingegangen werden und das kann man mit einem allgemeinen Konzept natürlich nur schwer. Ich habe versucht, so gut es geht auch auftretende Probleme einzuarbeiten und auch für diese Lösungen anzubieten, aber natürlich kann man nie alles abdecken.

Was soll und kann der Ponyclub aber sein? Er kann euch dabei unterstützen, ein wenig mehr Konzept in euer Training zu bringen. Er kann euch helfen, auch mal eine Zeit alleine zurechtzukommen, wenn ihr nicht dauernd Zugriff auf einen guten Trainer habt. Natürlich ist er auch für meine Kunden, um Übungen noch einmal nachlesen zu können. Vielleicht hilft er auch dem einen oder anderen, das Reiten etwas anders zu sehen und unterstützt vielleicht dabei, zu verstehen warum nicht alles funktioniert und wie toll Pferde mitmachen, wenn man strukturiert an Probleme heran geht und diese auch so aufbereitet, dass das Pferd auch die körperlichen Möglichkeiten hat, das Verlangte umzusetzen.

Wie ist der Ponyclub aufgebaut?

Das zentrale Element sind die Basisübungen, die auch den Kern meines Reitunterrichts und meiner Pferdeausbildung darstellen. Aufbauen auf diesen kann in die einzelnen Spezialgebiete gegangen werden. Bei Problemen verweise ich aber immer wieder auf diese Basisübungen und dieser Schritt „zurück“ ist kein Rückschritt, sondern sollte im dauernden Wechsel praktiziert werden, da die Basis eine Verbesserung in allen Bereichen mit sich bringt und nicht nur in den einzelnen Manövern oder Lektionen.

In den Übersichten der einzelnen Themengebiete gebe ich ein wenig Ausblick über die Struktur und darüber, wie alles zusammenhängt. Darunter gibt es einzelne zusammenhängende Übungsgruppen. Diese bauen fast immer aufeinander auf und steigern sich in ihrer Schwierigkeit. Meist gibt es auch Links zu anderen Übungen, sowie spezielle Übungen zu einzelnen Problemlösungen.

Der Buchstabe einer Übung bestimmt jeweils das allgemeine Themengebiet. So steht zum Beispiel „B“ für Basistraining. Die erste Zahl gibt die zusammenhängende Übungsgruppe an und die letzte Zahl die Übungsnummer. Dabei haben meist Übungen mit einer höheren Zahl einen höheren Schwierigkeitsgrad.

Je Übungsgruppe gibt es meist eine Grundübung, auf welche immer wieder zurückgegriffen wird, eine Benchmarkübung, die zur Überprüfung des Fortschritts dient, oder eine Zielübung, auf welche in dieser Übungsgruppe hingearbeitet wird.

Trainingskonzepte

Natürlich versuche ich ein allgemeines Trainingskonzept zu vermitteln, aber dieses wird nie für jeden Reiter und für jedes Pferd passen. Ein individuelles Trainingskonzept muss immer auf Pferd und Reiter abgestimmt sein. Mit der Gold-Mitgliedschaft versuche ich, euch etwas mehr entgegen zukommen und das Ganze noch mehr zu individualisieren.

Regelmäßige Kontrolle durch Dritte

Kennt ihr die Sprüche „Vor lauter Bäumen sehe ich den Wald nicht mehr“ oder „Das Ganze ist mehr als die Summe aller Teile“? Beide beschäftigen sich genau mit dem Problem, dass man einen geschulten Blick von außen benötigt, um die Zusammenhänge zu erkennen und das große Ganze nicht aus den Augen zu verlieren. Auch dazu gibt es mehr in der Gold-Mitgliedschaft.

Warum Turniersport?

Ja, ich bin immer Turniere geritten und werde es auch weiterhin machen. Warum? Weil ich dadurch eine Beurteilung (durch Richter) bekomme und einen direkten Vergleich habe, was andere machen. Ich habe gewisse Prinzipien und wenn der Turniersport zu Lasten des Pferdes geht, würde ich damit nicht weiter machen. Bis jetzt hatte ich aber nicht das Gefühl, dass die Pferde darunter leiden.

Natürlich könnte ich zuhause sitzen und über die Turnierreiterei schimpfen, aber ich würde dadurch weder mein eigenes Konzept verbessern, noch etwas am Turniersport ändern. Wenn ich daran teilnehme, kann ich hingegen zeigen, dass auch mit einer pferdefreundlichen Reitweise Erfolge möglich sind und ich kann von jedem einzelnen Bewerb etwas mitnehmen und durch diesen Lernprozess anschließend mein Training verbessern.

Das Ganz allgemein betrachtet: Ohne Turniersport würde es keine Weiterentwicklung geben. Weder in der Zucht, noch bei den Sätteln oder im Training. Natürlich geht so einiges schief, aber sind deswegen alle nicht um das Wohl der Pferde bemüht? Nein, ich denke nicht. Die meisten möchten gemeinsam mit dem Pferd Freude haben. Natürlich gibt es den Ehrgeiz, das liebe Geld und sonstige Einflüsse, die so manches in Schieflage bringen. 

Ziele 

Jeder sollte irgendwelche Ziele haben, als Reiter und auch mit seinem Pferd. Diese müssen nichts mit Turnierstarts zu tun haben. Ich finde es toll, wenn Ziele gesetzt werden, die die Einheit zwischen Pferd und Reiter verbessern. Das Wichtigste ist für mich dabei immer die Gesundheit, der Spaß und die Freude und das natürlich sowohl vom Pferd, als auch vom Reiter. 

Toleranz

Toleranz gegenüber anderen Reitern und Ansichten ist mir sehr wichtig. Es gibt immer verschiedene Wege und jeder versucht, sein Bestes zu geben. Meine Toleranz endet allerdings, wenn Pferde verletzt werden und ich habe kein Verständnis für Trainingsmethoden, die bewusst Gewalt anwenden, um Pferde gefügig zu machen. Sehr wichtig ist mir auch die Toleranz zwischen den Reitweisen, dies war mit ein Grund, warum ich die klassische Reitweise vermehrt in mein Training einbinde. Jede Reitweise hat Vor- und Nachteile, generell verbindet uns aber alle die Begeisterung fürs Reiten und für die Pferde.